Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis des Grundstudiums
Sommersemester 2002


Psychologisches Institut der Universität Freiburg

Mit kurzen Inhaltsangaben, Voraussetzungen und
dringend zur Vorbereitung empfohlener Literatur

Stand: Januar 2002


Das Psychologische Institut zieht um!

Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen in den neuen Gebäuden in der Engelberger Straße 41 statt. HS Psychologie: großer Hörsaal im Nebengebäude; SR 4. OG bzw. PR 4. OG (Seminarraum bzw. Praktikumsraum im 4. Obergeschoss des Hauptgebäudes). Die Lehrveranstaltungen beginnen wegen des Umzugs erst in der zweiten Semesterwoche.


Seminarvergabe - wichtig!

Zentrales Seminarvergabeverfahren
Freitag, 19.4.02, 13-16 Uhr, HS Psychologie

Wie in den letzten Semestern auch, findet zu Beginn dieses Sommersemesters eine zentrale Vergabe der Seminarplätze für das Grundstudium Hauptfach und Nebenfach statt, welche von Studierenden organisiert und durchgeführt wird. Um die Effizienz der Veranstaltung zu gewährleisten, ist es wichtig, daß alle Studierenden des 2. und 4. Semesters anwesend sind. Sollte jemand persönlich an diesem Tag verhindert sein, so kann er/sie auch eine Vertretung schicken, die dann aber die Immatrikulationsbescheinigung des/der Vertretenen mitbringen sollte. Um sicherzustellen, daß jede(r) Studierende, wenn er dies wünscht, mindestens einen Seminarplatz erhält, werden vor Beginn der Veranstaltung gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung "Seminarkarten" ausgegeben.

Eine Übersicht über den genauen Ablauf des Verfahrens finden Sie am Ende dieses Vorlesungsverzeichnisses. Genauere Erläuterungen werden auch noch in der Veranstaltung selbst gegeben.

Ein pünktliches Erscheinen aller Studierenden ist unerlässlich!


Fit fürs Studium!

Ein Angebot der Abteilungen Allgemeine Psychologie / Pädagogische Psychologie

Zum Handwerkszeug des Psychologiestudiums, aber auch der späteren beruflichen Tätigkeit, gehören Arbeits- und Lesetechniken, Techniken der (elektronischen) Informations- und Literatursuche, Techniken der mündlichen wie schriftlichen Präsentation, Gruppenmoderationstechniken und natürlich auch Methoden der effizienten und angstfreien Prüfungsvorbereitung. In vier in aufeinander folgenden Semestern angebotenen Seminaren/Übungen können sich Studierende des Hauptfachs Psychologie die notwendigen Schlüsselkompetenzen aneignen und einüben.

Teil II: Präsentations- und Moderationstechniken (Blockseminar)
2. Semester
Günther/Schworm

Fr 14.6. 14-20 Uhr; Sa 15.6. 10-17 Uhr; Fr 28.6. 14-20 Uhr
PR 2. OG

Ziel dieses zusätzlichen Lehrangebots ist es, Studierenden der Psychologie Kenntnisse darüber zu vermitteln, wie sie ihre Referate (Stundengestaltungen) effektiv und anregend gestalten können. Im Rahmen des Seminars soll der grundlegende Umgang mit Medien theoretisch vermittelt und vor allem im Rahmen praktischer Übungen angewandt werden. Als Schwerpunkt wird dabei der Einsatz von Overhead, Flipchart und Metaplan behandelt. Desweiteren werden die grundlegenden Moderationstechniken eingeführt. Dazu werden nach theoretischer Einführung u.a. spezielle Probleme der Präsentation, wie z.B. Vortragsplanung, Sprache, Körperhaltung und Umgang mit Störungen, im Rahmen von moderierten Kleingruppen von den Studierenden bearbeitet und präsentiert. Abschließend wird im Rahmen einer eigenständigen Präsentation das erworbene Wissen eingesetzt und in der Gruppe reflektiert.

Anmeldung vom 15.4. - 30.4. im Sekretariat der Pädagogischen Psychologie; Unkostenbeitrag: 2,5 Euro


Teil IV: Gruppenarbeitstechniken (Blockseminar)
Renkl

Raum und Zeit werden noch bekannt gegeben

Ziel dieses zusätzlichen Lehrangebots ist es, Studierenden der Psychologie Kenntnisse darüber zu vermitteln, wie sie ihre Referate (Stundengestaltungen) durch kompetent eingesetzte Gruppenarbeit anreichern können. Dies ist ein Beitrag zur Verbesserung der Lehrqualität im Studiengang Psychologie. Zudem können Studierende berufsrelevante (Lehr-) Kompetenzen erwerben.


Allgemeine Psychologie II

Allgemeine Psychologie II (Vorlesung)
2. Semester
Ernst

Di 11-13 Uhr
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Einführung in die Bereiche Lernen, Emotion und Motivation. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an HauptfachstudentInnen des 2. Semesters und an NebenfachstudentInnen.

Literatur:


Kulturelle Einflüsse auf Emotionen (Seminar)
2./4. Semester
Bender

Di 9-11 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Dieses Seminar ergänzt die Vorlesung Allgemeine Psychologie II im Themenbereich `Emotion' und stellt interdisziplinäre Anknüpfungsmöglichkeiten an die ethnologische Emotionsforschung vor. Ziel ist es, einen Überblick über die kulturellen und kognitiven Einflußfaktoren auf die Entstehung und Ausgestaltung von Emotionen zu geben und anhand von Beispielen aus verschiedenen Kulturen zu illustrieren. Schwerpunkte werden dabei unter anderem auf der theoretischen Kontroverse zwischen Universalisten und Konstruktivisten, auf kognitionswissenschaftlich orientierten Ansätzen und auf kulturvergleichenden bzw. ethnopsychologischen Studien liegen. Für den Scheinerwerb ist vorgesehen, die inhaltliche Vorbereitung und Durchführung jeweils einer Doppelstunde mit zu übernehmen und eine schriftliche Ausarbeitung anzufertigen. Für die ersten beiden Termine können Themen ab Mitte März vergeben werden.

Literatur:


Allgemeine Psychologie II (Seminar)
2./4. Semester
Ernst

Di 14-16 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Ein Begleitseminar zur Vorlesung Allgemeine Psychologie II für HauptfachstudentInnen des zweiten oder höheren Semesters und NebenfachstudentInnen. Wir werden die Themen Lernen, Motivation und Emotion vertieft behandeln. Dabei werden Themen aus aktuellen Forschungstexten anhand von Referaten vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Schwerpunktthemen für dieses Semester werden ab Mitte März bekannt sein. Die vier Referatethemen für die ersten beiden inhaltlichen Termine werden ebenfalls ab Mitte März vergeben (in der Sprechstunde oder nach tel. Absprache).

Literatur:


Emotion und Motivation aus biopsychologischer Sicht (Seminar)
2./4. Semester
Peper

Do 14-16 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Dieses Seminar ergänzt und vertieft die Vorlesung Allgemeine Psychologie II in den Bereichen Emotion und Motivation. Ziel des Seminars ist es, eine einführende Darstellung vorwiegend biopsychologischer Theorien zu Themen der Emotions- und Motivationspsychologie zu geben. Zugleich werden neuere, neurowissenschaftlich begründete Ansätze der Kognitionsforschung, darunter auch der Bereich der sog. "artificial emotions" Forschung dargestellt. Es werden u.a. folgende Themen behandelt: Kognition und Emotion, Erfassung von Emotionen, Emotion und Gedächtnis, emotionales Lernen, endokrine Modulation von Lernen und Gedächtnis, Emotion und Wahrnehmung; Ausdrucksforschung; zerebrale Substrate von Emotion und Motivation; Hemisphärenspezialisierung, Emotionsspezifität u.a. Bei der Vorbereitung von Referaten können vorhandene Videos und CD-ROMs genutzt werden. Für die ersten beiden Termine können Themen ab Mitte März vergeben werden.

Literatur:


Allgemeine Psychologie II (Seminar)
2./4. Semester
Beller / Nerb

Fr 11-13 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Dieses Seminar vertieft die Themen Lernen, Emotion, Motivation und Entscheidung. Es wird keine Referate geben, wie sonst oft üblich, stattdessen werden die Themen durch den Einsatz verschiedener Arbeitsformen interaktiv aufgearbeitet und besprochen, und zwar durch kleine Übungen, Gruppenarbeiten, Kurzpräsentationen mit vertiefender Diskussion usw. Daneben wird es Aufgaben geben, die jeweils von einer Seminarstunde auf die nächste zu bearbeiten sind und welche die Grundlage für die Gestaltung der Seminarstunden bilden. Dabei handelt es sich je nach dem um die Durchführung kleinerer Übungen oder darum, kürzere Text zu lesen und in der ein oder anderen Form aufzubereiten.


Entwicklungspsychologie

Kognitive Entwicklung (Seminar)
2. Semester
Renkl

Mo 11-13 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Das Seminar widmet sich der Frage, wie Kinder allmählich zu Kenntnissen, Konzepten und Fertigkeiten gelangen, die es ihnen erlauben, ihre Umwelt zu bewältigen. Es werden wichtige Theorien (z.B. von Piaget oder Vygotsky), die in der Vorlesung zur Entwicklungspsychologie vorgestellt werden, vertieft. Zudem wird die Entwicklung in unterschiedlichen Funktionsbereichen beleuchtet und es werden etnwicklungspsychologisch fundierte Interventionsansätze behandelt.


Entwicklung der Medienkompetenz (Seminar)
2. Semester
Charlton

Do 11-13 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Die Massenmedien (Fernsehen, Buch, Computer etc.) bestimmen heutzutage die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Daher ist es unerlässlich, Kindern bereits früh einen kompetenten Umgang mit Medien zu vermitteln. Chancen und Risiken des Aufwachsens in einer Medien- und Informationsgesellschaft sollen von den SeminarteilnehmerInnen überwiegend auf Grund neuester Forschungsergebnisse diskutiert und bewertet werden.

Literatur:


Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung

Differentielle Psychologie der Schimpansen (Seminar)
2./4. Semester
Fahrenberg

Mi 11-13 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Schimpansen, als "tierische Vettern" des Menschen und als "Zootiere", haben in der fach-psychologischen Forschung lange Zeit eine erstaunlich geringe Beachtung gefunden, wenn von Pionierarbeiten (W. Köhler, Gardner) abgesehen wird. Erst seit den 70ger Jahren hat sich das Interesse deutlich erhöht, vor allem aufgrund der Feldforschung von Jane Goodall am Gombe-Strom und von de Waal und van Hooff im Freiland-Zoo von Arnheim. In der Einleitung werden die allgemeinen Lebensbedingungen der Schimpansen geschildert und die Motive des zunehmenden Forschungsinteresses an Primaten diskutiert. Die folgenden Themen, die sich für Referate eignen, stützen sich auf neuere Literatur, Bildmaterial und meh-rere Video-Filme, wobei die differentielle Perspektive betont werden soll: Gruppen-Verhalten (z.B. Rangordnung und Unterwerfungs-Versöhnungsverhalten); Mutter-Kind-Verhalten (z.B. Erziehungsstile); Temperamentsunterschiede (z.B. Aktivität, Emotionalität); Problemlösungs-Verhalten (z.B. Gebrauch und Herstellung von Werkzeugen); Kommunikation (z.B. Intraspezies-Kommunikation, Kommunikation mit Menschen); das Selbstkonzept und das Problem des Bewußtseins sowie die Forderung nach "Rechten für Schimpansen". Die ersten drei Referate können ab Ende März übernommen werden.

Literatur:


Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung (Seminar)
4. Semester
Klein

Fr 9-11 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Dieses Seminar bietet eine Vertiefung eines wichtigen Gebietes der Differentiellen Psychologie. Folgende Themen werden behandelt: historische Entwicklung der Intelligenzforschung, Intelligenzstrukturmodelle, biologische Grundlagen der Intelligenz, Geschlechtsunterschiede, kognitionspsychologische Korrelate der Intelligenz; Hochbegabungsdiagnostik und –förderung; Kreativität. Darüber hinaus sollen verschiedene Intelligenztests für Erwachsene und Kinder vorgestellt werden. Die ersten drei Referate können schon jetzt übernommen werden.


Biographik (Übung)
2./4. Semester
Fahrenberg

Do 16-18 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Diese Übung ist eine Ergänzungsveranstaltung zum Fach "Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung", die Studierenden im Haupt- und Nebenfach eine Einführung in die biographische Methodik und verwandte Themen geben soll. Statt eines umfangreichen Referats werden erwartet: (1) kleine Übungsaufgaben (frühe Eigenschaftsattribution, Tageslauf, autobiographische Skizze), (2) eine längere, schriftlich vorgelegte Biographie einer Person aus dem Verwandten- oder Bekannten-Kreis. Die Erhebung dieser Biographie wird in der Übung methodisch vorbereitet; ausgewählte Biographien werden im Plenum diskutiert. Für die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme wird ein Schein für das Fach "Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung" ausgestellt. Zur Prüfungsvorbereitung ist jedoch primär das Proseminar im WS geeignet.


Sozialpsychologie

Einführung in die Sozialpsychologie (Vorlesung)
2./4. Semester
Crott

Mi 14-16 Uhr
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Die Vorlesung soll einen Überblick über Inhalte der Sozialpsychologie vermitteln. Schwerpunkte werden dabei auf sozialpsychologische Theorien und die Sozialpsychologie der Interaktion gelegt. Im einzelnen werden folgende Themenbereiche behandelt: Balance- und Konsistenztheorien, Dissonanztheorie, Austausch- und Equitätstheorie, Kommunikation und Interaktion, interpersonelle Attraktivität, interpersonaler Konflikt, Macht und Einfluß, Gruppenprozesse, Gruppenleistungen, Gruppenentscheidungen, Psychologie des Führungsverhaltens und der Führungseffektivität.

Literatur:


Sozialpsychologie (Seminar)
2./4. Semester
Ernst

Mo 14-16 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

In diesem Seminar werden zunächst wichtige sozialpsychologische kognitive und Gruppentheorien anhand von Grundlagentexten, aber auch aktuellen Forschungsarbeiten besprochen. Darüber hinaus werden sozialpsychologische Untersuchungen im angewandten Kontext vorgestellt. Die Schwerpunktthemen für dieses Semester werden ab Mitte März bekannt sein. Die vier Referatethemen für die ersten beiden inhaltlichen Termine werden ebenfalls ab Mitte März vergeben (in der Sprechstunde oder nach tel. Absprache.

Literatur:


Theorien der Sozialpsychologie (Seminar)
2./4. Semester
Crott

Mo 16-18 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Inhalt des Seminars ist eine Übersicht über theoretische Konzepte der Sozialpsychologie. Konsistenztheorien, Reaktanztheorien, Austausch- und Equitytheorien, Theorie der sozialen Vergleichsprozesse, Selbstwahrnehmungs- und Selbstaufmerksamkeitstheorien, Theorien der sozialen Erleichterung und Beeinträchtigung, Konzepte zu Minoritäts- und Majoritätseinflüssen, Theorien des sozialen Lernens. Themen für die ersten Referate werden bereits in den Semesterferien vergeben.

Literatur:


Denken, Urteilen und Entscheiden (Seminar)
4. Semester
Crott

Mi 16-18 Uhr
SR 4. OG
Beginn: 2. Semesterwoche

Das Seminar soll einen Überblick über etablierte Ergebnisse der Forschung zum Denken, Urteilen und Entscheiden von Individuen und Gruppen geben. Behandelt werden Intelligenz, Kreativität, Formale Logik, Heuristiken, Problemlösen, Konzeptbildung und Regelentdeckung, Entscheidungsvorgänge sowie quantitive Verfahren der Urteilsbildung.

Literatur:


Biologische Psychologie

Biologische Psychologie II (Vorlesung)
2. Semester
Myrtek

Di 16-18, Mi 9-11 Uhr
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Folgende Themen werden behandelt: Muskelphysiologie; Motorische Systeme; Vegetatives Nervensystem; VNS und Entspannungstechniken; EEG; Schlaf und Traum; Ereigniskorrelierte Hirnpotentiale; Bewußtsein und Aufmerksamkeit; Aktivierungs- und Stresstheorien; Lernen und Gedächtnis; Motivation und Emotion; Kognitive Prozesse; Allgemeine Sinnesphysiologie; Neurophysiologie sensorischer Systeme; Somatoviscerale Sensibilität; Nociception und Schmerz; Sehen; Hören; Gleichgewichtssinn; Störungen der Hirnfunktion bei Erkrankungen und Verletzungen; Drogenabhängigkeit und Alkoholismus; Wirkungsmechanismen von Psychopharmaka.

Literatur:


Methodenlehre

Wissenschaftstheorie und Geschichte der Psychologie II (Vorlesung)
2. Semester
Walach

Mi 11-13 Uhr
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Zweiter Teil des zweisemestrigen Vorlesungszyklus, in welchem grundlegende Fragen für das Wissenschafts-verständnis der Psychologie angesprochen und diskutiert werden. Neben einer historischen Einführung, welche die Psychologie im Rahmen der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte einordnet, gehören dazu auch Themen und Fragen wie: Was unterscheidet die geisteswissenschaftlich-verstehende und die empirisch-experimentelle Methodik der Psychologie? Welche Möglichkeiten und Grenzen haben diese Richtungen? Wie kam es zu dem Pluralismus der Theorien und Methoden in der wissenschaftlichen Psychologie? Was lehrt uns hier Geschichte der Psychologie bis heute? Gibt es ein gültiges Konzept, was genau Wissenschaft im allgemeinen und besonders psychologische Wissenschaft auszeichnet? - Inwieweit hängen die Antworten auf diese Fragen von philosophischen Vorent-scheidungen ab: etwa von dem Menschbild (Psychologische Anthropologie) und von Auffassungen des Leib-Seele-Problems ? - Gibt es eine gültige Antwort auf die Frage, wie psychische und materielle Prozesse zusammenhängen? Wie könnten sich neue Theoriebildungen in der Physik und (Neuro) Biologie auf die Psychologie auswirken? - Welchen Status und welche Bedeutung haben psychologische Erkenntnisse in der Wissenschaft und in der Gesellschaft? Welche ethischen Fragen muss sich ein(e) praktisch tätige(r) Psychologe(in) stellen? Welches ist die Abgrenzung zu verschiedenen Formen der Heilslehren, der Quacksalberei oder populistischer Psychologie? Die Vorlesung hat das Ziel, den Frage- und Denkhorizont über das unmittelbare Fachstudium hinaus zu erweitern und soll auf die Prüfung im Vordiplom (Methodenlehre-Klausur) vorbereiten. Der Vorlesungsteil des Wintersemesters wird dabei eher allgemein und einführend gehalten sein, während im Sommersemester verschiedene Themen vertiefend behandelt werden.


Statistik II (Übung mit Tutoraten)
2. Semester
Leonhart / Farin

Mo 9-11 (wöch.), Fr 9-11 (14-tg.)
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Diese Lehrveranstaltung behandelt im ersten Teil varianzanalytische Verfahren (uni- und multivariate Varianzanalyse, Varianzanalyse mit Meßwiederholung, Kovarianzanalyse) und im zweiten Teil korrelationsstatische Verfahren (u. a. multiple Korrelation und Regression). In einem dritten Teil wird eine Einführung in die Faktorenanalyse gegeben. Für die meisten dieser Verfahren sind Kenntnisse der Matrizenrechnung erforderlich, in die eine kurze Einführung gegeben wird. Parallel zu der Übung werden begleitende Tutorate und Tutorate zur rechnergestützten statistischen Analyse mit SPSS gegeben. Das letztgenannte Tutorat ist Teil der Übung; die Teilnahme ist verpflichtend. Voraussetzung für die Teilnahme: Zulassung in Psychologie im Hauptfach und erfolgreiche Teilnahme an Statistik I.

Literatur:


Praktikum II (Übung)
2. Semester
Teil I: Fahrenberg / Farin
Teil II: Leonhart

Gruppentermine; 2 Stunden nach Vereinbarung (die Einteilung erfolgt in der zentralen Seminarplatz-Vergabe)
Beginn: 2. Semesterwoche

Ziele und Inhalte: Nach dem Praktikum I ("Beobachtungspraktikum"), das eine Einführung in typische Methoden der Psychologie gibt, und vor den Praktika III und IV, welche die möglichst selbständige Planung und Durchführung eines Experiments vorsehen, soll das Praktikum II vermitteln:

(1) Erfahrungen in empirischer Methodik (Datenerhebung): (i) durch eine kleine Feldstudie (ii) durch ein PC-gestütztes Experiment und

(2) Integration von statistischen und versuchsplanerischen Kenntnissen (Statistik I und II, PC-Kurs, Übung "Versuchsplanung")

(3) Kompetenz zum Abfassen von Protokollen bzw. Arbeitsberichten (mit Tabellen, Graphik, Zitieren von Literatur).

Die erfolgreiche Teilnahme wird bestätigt, wenn zwei Arbeitsberichte - in der Regel Gruppenarbeiten - vorgelegt werden, welche den gestellten Aufgaben entsprechen.


Versuchsplanung zum Praktikum II (Übung)
2. Semester
Peper

Fr 11-13 (14-tg.)
HS Psychologie
Beginn: 2. Semesterwoche

Diese Übung gibt einen Überblick über die typischen Strategien psychologischer Forschung (von Feldstudien bis zum Experiment), über die wichtigsten Begriffe und Prinzipien der Planung sowie zur Auswertung und Interpretation von empirischen Untersuchungen. An Beispielen sollen mögliche Forschungsansätze, notwendige Kompromisse und typische Fehler psychologischer Empirie erläutert werden. Der Schwerpunkt dieser Übung besteht im Sommersemester 2002 darin, die für das Praktikum II und die für die Zulassung zum darauffolgenden Praktika III und IV notwendigen Kenntnisse im Bereich Planung und Bewertung von Untersuchungen zu vermitteln. Zunächst werden die Grundlagen der Versuchsplanung behandelt. Anschließend werden Versuchspläne mit den Datenanalysekonzepten verknüpft, z. B. Meßwiederholungs-Pläne und Varianzanalyse (Statistik II, SPSS). Der Stoff dieser Übung "Versuchsplanung" ist für das Experimentalpraktikum III (2002/2003) unerlässlich.


Praktikum IV
4. Semester
Beginn: 2. Semesterwoche

Parallelveranstaltungen

A: Halsband, Mo 14-16 Uhr, PR 4. OG
B: Fahrenberg, Mi 14-16 Uhr, PR 4. OG
C: Nerb, Do 9-11 Uhr, PR 4. OG
D: Peper, Do 11-13 Uhr, PR 4. OG
E: Klein, Do 14-16 Uhr, PR 4. OG

Fortführung von Praktikum III des Wintersemesters.


Seminarreihe von Studierenden für Studierende

Erfahrungen im Leiten von Gruppen sammeln -
selbständiges Projektmanagement lernen (Blockseminar)

Behrendt/Genz/Lechler/Zingerle

Schnuppertermin: 29.4., 18.30-20.30, Alte Universität (Raum, s. Aushang)
Blocktage: 9.5. und 13.7. 9-16 Uhr)

Möchtest Du Deine psychologische oder pädagogische Ausbildung schon während dem Studium mit praktischen Erfahrungen bereichern? Willst Du Dir den Einstieg in berufliche Erfahrungen in unterstützendem Umfeld mit FreundInnen und oder StudienkolegInnen ermöglichen? Und hast Du Lust dafür Verantwortung auch im Team zu übernehmen? Dann bist Du bei diesem Seminar richtig: Wir wollen gemeinsam Ideen sammeln, wie man Projekte organisiert und Gruppen leitet, wie man sich darauf vorbereitet und wichtige Kompetenzen schon während dem Studium erwirbt. In diesem Prozess begleiten Euch ausgebildete und in Ausbildung befindliche Studierende. So ist es möglich, schon verschiedene Methoden dieses Arbeitsfeldes kennen zu lernen (u.a. NLP und Elemente aus der humanistischen Psychologie).Wir wollen uns gemeinsam austauschen und in Teams Ziele setzen, die wir die nächsten Semester verwirklichen können. Möglich sind Projekte an der Universität (wie bisher), aber auch an Schulen oder auf dem freien Markt. Dafür wird den Teilnehmenden die Erfahrung und Infrastruktur der Seminarreihe zur Verfügung stehen. Außerdem bieten wir den Teams und Einzelpersonen bei Wunsch ein gezieltes Coaching in praktischen und persönlichen Fragen an. (Kleine Unkostenbeteiligung)

Voranmeldung unter taschunka@gmx.de oder 0761 / 488 21 93; genauere Informationen über die Seminarreihe unter http://www4.psychologie.uni-freiburg.de/fachschaft/seminar/


Seminarplatzvergabe: Ablauf des Verfahrens

Auch in diesem Jahr findet zu Beginn des Semesters eine von Studierenden organisierte zentrale Vergabe der Seminarplätze für das Haupt- und Nebenfach Psychologie statt. Vor dem Hörsaal werden an drei Tischen gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung Karteikarten ausgegeben. Jeder Studierende erhält hierbei eine rote und eine gelbe Karteikarte, die Studierenden des ersten Semesters erhalten zusätzlich noch eine blaue Karteikarte. Die rote Karteikarte steht für den ersten Seminarplatz und die gelbe für einen zweiten (falls gewünscht). Bei der Ausgabe der Karten werden die Namen, Semesterzahl und Haupt- oder Nebenfach der Studierenden notiert. Auf der Tafel im Hörsaal wird vorab die ganze Palette von Seminarangeboten notiert, so daß die Studierenden alle Seminare auf einen Blick vor sich haben. Es gibt sechs "Karteikarten-Einsammler".

Die Seminarplatzverteilung geht nun folgendermaßen vor sich:

1. Vergabe des ersten Seminarplatzes: Jeder Studierende schreibt seinen Namen, seine Semesterzahl und Haupt- bzw. Nebenfach auf seine rote Karteikarte (Karteikarte mit erster Priorität). Anschließend wird ein Seminar nach dem anderen aufgerufen und jeder, der in dem jeweils vorgelesenen Seminar einen Platz möchte, gibt seine Karte dem Karteneinsammler in seinem Teil des Hörsaals. Der Karteneinsammler klebt die Karten unter das entsprechende Seminar an der Tafel. Studierende, die sich bereits in den Semesterferien für eines der Referate gemeldet haben, haben, haben ihren Platz in dem betreffenden Seminar sicher (ihre rote Karte wird zuerst aufgehängt). Sobald alle roten Karten an der Tafel hängen, ist für alle gut sichtbar, wie sich die Studierenden auf die Seminarplätze verteilen. Gibt es eine oder mehr Überbelegungen, so wird in einem ersten Schritt gefragt, wer freiwillig auch ein anderes Seminar besuchen würde, und die entsprechenden Karten werden von den Einsammlern umgehängt. Ist eine solche Einigung nicht möglich, werden die überzähligen Studierenden aus dem ersten Seminar herausgelost. Die Liste für dieses Seminar wird danach geschlossen. Die Namen der Herausgelosten werden vorgelesen und es wird gefragt, in welches Seminar sie wechseln wollen. Dieses Verfahren wird angewandt, bis keines der Seminare mehr überbelegt ist. Es hat nun jeder Studierende mit Sicherheit einen Seminarplatz!!!

2. Vergabe des zweiten Seminarplatzes: Nun können alle, die noch einen zweiten Seminarplatz wollen, ihre gelben Karten beschriften. Danach wird wieder ein Seminar nach dem anderen vorgelesen und die Karten der Interessenten werden eingesammelt, angeheftet und nach dem oben beschriebenen Verfahren verteilt.

3. Vergabe der restlichen Seminarplätze: Für die nun verbleibenden freien Plätze wird wieder jeweils seminarweise gefragt, wer noch Interesse an einem der Seminarplätze hätte. Sollte es mehr Interessenten als freie Plätze geben, werden deren Namen notiert und aus diesen Karten dann Studierende in das Seminar hineingelost.

Die Teilnehmerlisten für die Seminare werden anhand der Karteikarten erstellt und an die Dozenten weitergegeben.


beller@psychologie.uni-freiburg.de

4.2.02